Fotomontage: Martin-Luther-Kirche, Gemeindehaus Bollwerkstraße, Gemeindehaus Conrebbersweg (Hunger)

Die Kanzel der Martin-Luther-Kirche.
Foto: Hunger

Das Logo Kulturkirche der Hanns-Lilje-Stiftung mit dem Innenteil des Bildes "Ich bin das Licht" des Malers Uwe Appold.

Weihnachtliche Beleuchtung.
Foto: Hunger

Das Gemeindzentrum der Martin-Luther-Gemeinde Emden.
Foto: Hunger

10. Juni 2014

Nachricht

Eröffnung der Kulturkirche

„Kultur und Kirche – eine Begegnung, die sich lohnt“

Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr (2.v.r.) feierte gemeinsam mit Bürgermeister Rico Mecklenburg (rechts), Dr. Julia Helmke, Beauftragte der Landeskirche Hannovers für Kunst und Kultur, Pastor Christoph Jebens (2.v.l.) und Superintendent Burghard Klemenz (links) die Verleihung des Titels „Signifikante Kulturkirche“ der Landeskirche Hannovers an die Emder Martin-Luther-Kirche in Emden.
Foto: Dr. Hannegreth Grundmann

Martin-Luther-Kirche Emden ist "Signifikante Kulturkirche"
Auftaktveranstaltung am Pfingstsonntag mit Dr. Klahr


Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr freute sich, dass die Verleihung des Titels „Signifikante Kulturkirche“ an die Martin-Luther-Kirche in Emden am Pfingstfest gefeiert werden konnte. Vier Kirchen haben diese Auszeichnung und Förderung durch die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers erhalten. 
Mit der vierjährigen Förderung von jährlich 50.000,- Euro werde ermöglicht, dass die Martin-Luther-Kirche einen Schwerpunkt ihrer Arbeit, den sie bisher schon hatte, ausbauen und vertiefen kann, so Klahr.
„Dabei zeichnet die Martin-Luther-Kirche aus, dass Kirchenvorstand und Gemeinde diese Offenheit für kulturelle Angebote und Veranstaltungen gerne fördert und bereit ist, sich auf Neues und Experimentelles einzulassen“, sagte Klahr. Dies sei eine Grundvoraussetzung für eine Kulturkirche, denn sie schaffe den Raum und die Möglichkeit zum Dialog.
„Kultur und Kirche, das ist eine Begegnung, die sich lohnt. Die Kirche öffnet damit ihren Raum und gibt dadurch Raum für Begegnung und Dialog“, sagte der Regionalbischof für den Sprengel Ostfriesland-Ems. 
Die Beauftragte für Kunst und Kultur der Landeskirche Hannovers, Dr. Julia Helmke, hält die Emder Martin-Luther-Kirche für diese Förderung für besonders geeignet, weil hier die Kulturarbeit eng mit der Gemeindearbeit verknüpft sei und die Zusammenarbeit mit der Kunsthalle, dem Landesmuseum und der Hochschule in Emden als verlässlichen Kooperationspartnern bestünde. Auch biete der Kirchenraum mit 800 bis 1000 Sitzplätzen gute Möglichkeiten für Konzerte und Ausstellungen.
Der Vertreter der Stadt Emden, Bürgermeister Rico Mecklenburg, war stolz und erfreut über diese Auszeichnung, weil dadurch die Arbeit und das Engagement der Kirchengemeinde Anerkennung und Wertschätzung bekommen und nannte einige große kulturelle Ereignisse der vergangenen Zeit, unter anderem die Ausstellung gegen häusliche Gewalt, „Rosenstraße 76“, die in Kooperation mit der Stadt durchgeführt wurde.
Superintendent Burghard Klemenz dankte der Hanns-Lilje-Stiftung und der Landeskirche für die Wahl, eine signifikante Kulturkirche in Ostfriesland, im Kirchenkreis Emden-Leer, zu fördern. Nun könnten Pfarramt, Kirchenvorstand, Kirchenmusik und Ehrenamtliche neue Ideen als Kulturschaffende wagen.  
In die Feierlichkeiten am Pfingstsonntag hatten sich die Kooperationspartner eingebracht. Die Museumspädagogik der Kunsthalle übernahm die Kinderaktion am Nachmittag, in der die Kinder aus großen Pappkartons einen „Turm zu Babel“ in der Kirche bauten. Die passende Bibelgeschichte dazu war dann im anschließenden Familiengottesdienst das Thema, der gemeinsam von Martin Kaminski und Pastor Christoph Jebens gehalten wurde. 
Das Konzert der beiden Liedermacher Martin Kaminski und Andreas Prade inszenierte die Medientechnik der Hochschule Emden/Leer mit einer musikbegleitenden Lichtgestaltung.
Der Titel „Signifikante Kulturkirche“ wurde der Martin-Luther-Kirche Emden bereits im November 2013 verliehen. Pfingstsonntag feierte die Kirchengemeinde diese Förderung. 
Die Hanns-Lilje-Stiftung und die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers fördern die Kulturarbeit ausgewählter Kirchen bis 2017 mit insgesamt 1,2 Millionen Euro. Vier Kulturkirchen erhalten über den Zeitraum von vier Jahren jeweils 200.000 Euro. Zusätzlich wird in zwölf anderen Kirchen aus unterschiedlichen Regionen Niedersachsens qualifizierte Kulturarbeit einmalig mit je 7.500 Euro gefördert. Weitere Förderungen kommen 2014 dazu. Mit dieser Förderung soll die Begegnung von Kirche und Theologie mit zeitgenössischer Kunst und Kultur auf- und ausgebaut werden.
Die Evangelisch-lutherische Martin-Luther-Kirche in Emden ist neben der Pauluskirche in Bremerhaven, der Markus-Kirchengemeinde in Hannover und der St. Jacobi-Kirche in Hildesheim eine der vier Kirchen, die als signifikante Kulturkirchen gefördert werden.
Dr. Hannegreth Grundmann